PFÖRTNERHAUS

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"Darüber reden wir noch"

Mia Unverzagt

Oktober bis November 2005, Dresden, Neustädter Markt

 

"Das etwas andere Fotostudio – Kunst am Schnittpunkt zwischen Dienstleistung und ästhetischer Innovation.

 

www.fragment.de

   

 

 

"Ein etwas anderes Fotostudio hat die Künstlerin Mia Unverzagt im PFÖRTNERHAUS präsentiert. Sie verwandelte den zwei mal vier Meter großen Container in einen mit zahlreichen Accessoires und Kleidern gefüllten Raum, der an ein kleines Bekleidungsgeschäft erinnerte, aber auch an ein Fotostudio denken ließ. Dort konnten Kunstinteressierte nach eigenen Wünschen zwischen beigefarbe­nen Hosen, Röcken, Blusen, Strumpfhosen, Plüschtieren und an­deren Gegenständen auswählen, um sich, ganz in Beige gekleidet und in Socken, von der Künstlerin porträtieren zu lassen. ..."

 

 

 

 

"Das Konzept der Arbeit sah vor, dass die Besucherinnen und Besucher der Künstlerin die unangenehmste Geschichte erzählten, die sie über die Lippen bringen konnten. Wichtiger Teil der Absprache war, dass die Geschichten nicht aufgezeichnet werden, sondern verloren gehen sollten. Das Interesse der Künstlerin galt vor allem dem Ausdruck, der sich beim berichten der Erlebnisse auf den Gesichtern der Erzählenden zeigte. Die Künstlerin machte Fotos, von denen sie später eins den Porträtierten zuschickte; die anderen wurden für Installationen mit Gegenständen und Bildern von dieser auf Beteiligung des Publikums ausgerichteten Kunstaktion weiter­verwendet. ..."

 

 

 

"Sowohl die Farbe Beige als auch die zahlreichen teilweise wunderlichen Gegenstände vor Ort waren in Kombination mit dem Er­scheinungsbild und der Mimik der Porträtierten die Elemente, die in ihrer Gesamtheit einen neuen Blick auf den Ort Fotostudio und seine Grenzen ermöglichten. Die entstandenen Fotos wiederum gewannen dem Genre Porträtfotografie neue Dimensionen ab, da Unverzagt mit ihrer Mischung aus inszenierter Fotografie und Partizipation der Porträtierten kunstgeschichtliche Aspekte mit alltäglichen Handlungen in einen produktiven Zusammenhang brachte. "

Mark Twert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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