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"Im Exil" Susanne Hanus, Christian Schönwälder Festspielhaus Hellerau, August 2004
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"Nachdem das Theater in der Fabrik für immer seine Türen geschlossen hatte und das PFÖRTNERHAUS gewissermaßen auf verlorenem Posten stand, sahen wir uns vor die Wahl gestellt, entweder das Projekt zu beenden oder neue Orte und neue Partner für unsere Sache zu gewinnen. Da bot sich uns die Möglichkeit, mit dem PFÖRTNERHAUS an einem anderen künstlerischen Projekt teilzunehmen. Das „Palmhaus-Projekt“, welches ein befreundeter Künstler und Musiker, Peter Andreas, zunächst als seine Diplomarbeit ins Leben gerufen hatte und das als Forum für zeitgenössische Kunst und Musik bereits seit einigen Jahren auf sich aufmerksam machen konnte, war einmal im Jahr, jeweils für die Dauer von wenigen Tagen, im Schlosspark Pillnitz, im dortigen „Palmenhaus“ zu Gast. ..."
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"Leider stand ausgerechnet in jenem Jahr die Schlossanlage nicht zu Verfügung und eine Ausweichmöglichkeit musste gefunden werden. Mit dem Festspielhaus Hellerau konnte schließlich ein geeigneter Ort ausfindig gemacht werden. Ein Ort, von dem es hieß, er sei zwischen 1912 und 1914 zum Treffpunkt der europäischen Avantgarde geworden. Le Corbusier, Kafka und Kokoschka, Nolde, Rilke und Stefan Zweig reichten sich hier einst die Klinke in die Hand. Da dachten auch wir nicht, dass das schade sein konnte, und so ließen wir uns gerne mitnehmen an den Ort, der 1911 ja eigentlich als Ausbildungsstätte für rhythmische Gymnastik erbaut worden war, bevor der Erste Weltkrieg und die Nationalsozialisten die an die Gartenstadt Hellerau und ihre Bildungsanstalt geknüpften Hoffnungen auf geistige und soziale Gesundung zunichte machten und das Festspielhauszu einem Kasernenhof umgebaut wurde. ..." |
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"Dieser erste öffentliche Auftritt, nach Beendigung der Koexistenz mit dem Theater in der Fabrik, schien eine Zeit des Vagabundierens einzuläuten. Durch die modulare Leichtbauweise und konzeptuelle Gegebenheit des PFÖRTNERHAUSES, hielten wir das Projekt für eine Art von Wanderschaft geradezu für prädestiniert. Es blieb uns nur zu hoffen, dass wir auf der Suche nach geeigneten Orten wieder Freunde finden würden, die uns auf unserem Exil-Hopping durch die Randzonen der Dresdner Kulturlandschaft unterstützen würden." C. S./ 2004 |
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