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"Social realities" Setulegi (Indonesien) Dezember 2005, Dresden, Neustädter Markt kuratiert von Nadin Reschke |
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"Im Dezember 2005 bekam das PFÖRTNERHAUS Besuch aus Indonesien. Setulegi, ein Künstler der Gruppe Taring Padi aus Yogyakarta, verwandelte das Haus in der Unterführung in ein Laboratorium menschlicher Vorstellungen und Zwänge. In einer Seilkonstruktion mit Rädern drehten sich menschengroße Figuren in einem scheinbar endlosen Kreislauf, ohne sich jemals wirklich zu begegnen. Was blieb, war der Raum zwischen ihnen. Eine Realitätsüberprüfung von der anderen Seite der Welt. „Anderes Feld – andere Heuschrecken, anderer Teich – andere Fische“, ein altes malaysisches Sprichwort über das Anderssein gibt vor, was Setulegi in dieser Installation über soziale Realitäten zwischen Ost und West offen legt."
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"Die Geschichte Indonesiens ist untrennbar verbunden mit Koloniali-sierung und Missionierung, mit Krieg und Gewalt, viele aber nennen es nur harmlos Veränderung. Von jeher haben die Machthabenden bestimmt, was als Wahrheit gilt. Ihr Deutungsanspruch konnte jedoch nicht den Widerspruchsgeist andersartiger Gedanken zähmen. Setulegi weiß, was es heißt, anders zu sein. Er ist in einer Gesellschaft aufgewachsen, die sich an traditionelle Mythen und Reli-gionen hält, die mit der Kultur eins geworden sind. Einer Kultur, die sich einerseits auf diese Mythen gründet, andererseits westlichen Leitbildern folgt. Dies führt unvermeidlich zu Missverständnissen auf beiden Seiten.Setulegi geht es in seinen Ar-beiten darum, dieses Missverstehen‚ des jeweils Anderen in eine visuelle Dimension zu über-tragen, die für mehr Akzeptanz und Toleranz in der heutigen Gesellschaft eintritt." Nadin Reschke |
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