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"Unterhalb der Grasnarbe" Nadja Schütt April bis Mai 2005, Dresden, Neustädter Markt
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"Ist es das Abbild eines Zeltplatzes, der auf den ersten Blick das zu sein scheint, was man geläufig unter einem Zeltplatz versteht? „Unterhalb der Grasnarbe“ flimmert eine andere Ebene hervor ... Das Modell besteht aus hundert Prozent Graupappe und einem Videofilm. Ausgehend von einer vorangegangenen Arbeit, in der ein großes, begehbares goldenes Zelt Videofilme beherbergte, sollte es diesmal ein ganzer komplexer Zeltplatz aus Pappe werden, auf dem an verschiedenen Stellen boshafte Klischees zum Vorschein kommen sollten. Pförtner und Pförtnerhäuser verbinde ich besonders mit jenen Häuschen auf Zeltplätzen, an denen man sich lieber vorbeischleichen würde, als die Kommentare ihrer „Bewohner“ abzubekommen. ..."
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"Die Fenster des PFÖRTNERHAUSES wurden schwarz bemalt, allein drei „Gucklöcher“ blieben übrig, die Einsicht in die kleine, kulissenartige Welt erlaubten. Die Pappfiguren auf dem Zeltplatz gaben auf den zweiten Blick hin ein boshaftes, allzu menschliches und klischeehaftes Handeln preis. Die Atmosphäre wurde durch kaltes Licht verstärkt, die Schatten der Figuren machten die verschiedenen Ebenen noch vielschichtiger. Unter einem der Pappzelte war ein Monitor versteckt, auf dem ein Akkordeonspieler süßliche Lieder zum bösen Spiel darbot. Das Prinzip des Guckkastens ermöglichte dem Betrachter, ein Detail nach dem anderen zu entdecken und diese kleine, beengte Welt zu entlarven ..." Nadja Schütt
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